Ein Navigationsgerät muss in der Entwicklungsphase und während der Produktion umfangreich getestet werden. Live-Tests sind aufwändig, und zudem schlecht reproduzierbar.

Mit einer Simulation der Testumgebung im Labor kann das neue Gerät auf alle Lebenslagen getestet werden, geplant und wiederholbar.

Für die Funktion von ADAS (Advanced Driver Assistance Systeme) oder in der Zukunft völlig autonomen Fahrzeugen sind zuverlässige und exakte Angaben über die genaue Position, Geschwindigkeit und Zeit des Fahrzeuges entscheidend. Geliefert werden diese Daten von den globalen Satellitennavigationssystemen (GNSS).

Mit Hilfe zusätzlicher Korrekturmethoden kann die Position im dreidimensionalen Raum auf einige Dezimeter genau bestimmt werden. Darüber hinaus werden eine Vielzahl verschiedener Sensoren, darunter optische, wie LIDAR und RADAR, zur Erkennung von Hindernissen und Straßenmarkierungen eingesetzt. GNSS-Ortungs- und Bewegungsdaten können über drahtlose Datenverbindungen mit anderen Fahrzeugen (Car2Car) ausgetauscht oder an eine übergeordnete Infrastruktur gesendet werden ( Car2X). So können potentielle Unfälle frühzeitig verhindert werden, es sind keine drastischen Bremsmanöver mehr nötig, und auch die Entstehung von Staus wird immer seltener. Mithilfe der Flottensteuerungstechnik gelingt es sogar, Fahrzeuge zu erkennen, die für den Fahrer nicht sichtbar sind, weil sie beispielsweise in Kurven von Bauten oder einer Bepflanzung verdeckt werden. Die Weiterentwicklung von ADAS Systemen und immer autonomer funktionierenden Fahrzeugen führt zu mehr Sicherheit und höherer Effizienz im Straßenverkehr.

Um die Sicherheit von ADAS und autonomem Fahren zu gewährleisten, müssen Millionen von Testkilometern auf unterschiedlichen Straßen in verschiedenen Umgebungen gefahren werden. Es kann hier nicht vom idealen GNSS-Empfang ausgegangen werden. Insbesondere in Stadtzentren und Berggebieten kann der Navigationsdatenempfang durch die Abdeckung von Signalen durch Gebäude, Brücken, die Vegetation oder Berge gestört sein. Hinzu kommen Beeinträchtigungen durch GNSS-Signale, die auf ebenen und gebogenen Flächen reflektiert werden (multipath).

Ein Zeitstempel mit vertrauenswürdigem Datum und hochaufgelöster Uhrzeit sind für die Verwaltung der Telekommunikationsnetze, E-Billing und neue zukünftige 5G-Funktionen sehr wichtig.

Die Frequenzstabilität ist dabei sogar noch wichtiger als die momentane Genauigkeit - auch hier ist eine zuverlässige Synchronisation die Basis.

Datencenter benötigen für einen sicheren Betrieb eine hohe Synchronisations-Genauigkeit und auch eine hohe Zeitauflösung.

Die genaue zeitliche Abfolge von LOG-Ereignissen ist für die Untersuchung von Fehlern wichtig.

Uhrzeit und Datum mit Genauigkeit und Auflösung mindestens im Millisekundenbereich sind für automatische nächtliche Sicherungen unerlässlich.

Sobald mehrere Systeme - Data Acquisition Systeme, Computer, Sensoren, Kameras - an der Durchführung und Auswertung eines Versuchsaufbaus beteiligt sind, müssen sie eine gemeinsame präzise Zeit nutzen. Sonst lassen sich die an unterschiedlichen Stellen anfallenden Daten nicht mehr in Verbindung bringen.

Ist im gesamten Netz eine einheitliche präzise Zeit verfügbar, können Stromversorgungssysteme mit kürzeren Reaktionszeiten besser überwacht und gesteuert werden, um Störungen effektiv zu bewältigen und Blackouts zu verhindern.

PMU (Phasor Measurement Unit) Synchrophasoren erfordern eine Synchronisationsgenauigkeit von besser als 1 µs, um die Phasenwinkelmessung in den Standards IEEE C37.118 / IEEEC37.238 durchzuführen.

Um diese Genauigkeit zu erreichern, wird eine PTP/IEEE1588 Grand Masters Clock benötigt Die Synchronisationsgenauigkeit muss bei jedem LAN-Ausgang des Zeitservers weit besser als 200 ns liegen.

Geräte und Systeme, die an Ton- oder Bildproduktionen mitwirken, müssen sehr genau aufeinander synchronisiert sein.

Zu diesem Zweck hat die "Society of Motion Picture and Television Engineers® (SMPTE®, ausgesprochen “simp-tee”) einen eigenen Zeitcode entwickelt. Die Besonderheit: eine neue Zeitinformation beginnt nicht nach einer Anzahl von Sekunden, sondern nach einer bestimmten Anzahl an Bildern.

Da es in Europa ein anderes Videoformat gibt, hat die EBU "EUROPEAN BROADCASTING UNION" einen Zeitcode für europäische Bedürfnisse spezifiziert.

Mit dem HaveQuick Frequenzy Hopping werden militärische Funknachrichten abhörsicher gemacht. Alle bekannten Teilnehmer einer Funkverbindung wechseln zeitgleich die Funkfrequenz, nach einem nur ihnen bekannten Muster.

Damit das Wechseln der Funkfrequenz auch wirklich zeitgleich erfolgt, ist eine präzise gemeinsame Zeitbasis erforderlich.

Unsere digitalen und analogen Uhren und Zeitdisplays bekommen ihre Zeitinformation über das Ethernet Zeitprotokol NTP oder über einen Zeitcode Eingang.

Auch die Stromversorgung kann über POE (Power over Ethernet) erfolgen. Dadurch sind die Uhren wartungsarm und zuverlässig.

Für den Handel mit Wertpapieren gilt seit dem 03. Januar 2019 eine überarbeitete Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente. Mit der „Markets in Financial Instruments Directive“ MiFID II regelt die European Securities and Markets Authority esma den europäischen Wertpapiermarkt.

Unter anderem ist in Artikel 50 festgelegt, dass alle Handelsplätze und ihre Mitglieder und Teilnehmer ihre Uhren synchronisieren müssen. Geschäftsereignisse werden mit einem Zeitstempel versehen. Leitlinien der esma legen sowohl fest, welche Auflösung dieser Zeitstempel jeweils haben muss, als auch, wie genau die Uhren auf UTC synchronisiert sein müssen. So ist gewährleistet, dass die Zeitstempel den Ablauf eines Handelsgeschäftes richtig dokumentieren.

Die präzise Zeit, die als Signal von den Satelliten der Navigationssysteme empfangen werden kann, ist nicht nur für die genaue Navigation nutzbar.

Sie gewährleistet eine weltweit einheitliche Zeit mit Bezug zu UTC in einem hohen Genauigkeitsbereich.

Auch für die Synchronisation auf diese genaue Zeit benötigt ein GNSS-Zeitempfänger die gleichzeitige Sichtbarkeit von mindestens drei Satelliten.

KI & Maschinelles Lernen (ML) sind Bereiche der Informatik, in denen Computer lernen können.

Lernen bedeutet aus Beispielen Erfahrungen sammeln und diese Erfahrung dann auf neue Aufgaben anwenden, also eine Transferleistung erbringen.

Mögliche Anwendungen finden sich bei der Analyse von Daten aus dem Wertpapierhandel, Kreditkartenabrechnungen, Sprach- und Texterkennungen, Auswertungen von Videodaten oder der Steuerung von autonomen Fahrzeugen.

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